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Gardemajor Alena Haug - E-Mail: Diese E-Mail-Adresse ist vor Spambots geschützt! Zur Anzeige muss JavaScript eingeschaltet sein!

Gardebeautragte Sabine Wiggenhauser - E-Mail: Diese E-Mail-Adresse ist vor Spambots geschützt! Zur Anzeige muss JavaScript eingeschaltet sein!

 

Es wurde schon oft angezweifelt und hinterfragt, warum in unserer alemannischen Fasnet eine Prinzengarde und ein Prinzenpaar existiert. Diese wunderschönen Erscheinungen sind in der Immenstaader Fasnet schon seit über 100 Jahren Tradition, vielleicht damals entstanden, als der Einfluss vom Rheinischen Karneval bis zu uns in den Süden vordrang.

Bereits im Jahre 1903 auf einem Plakat und 1905 in der alten Fasnetschronik wird ein „Prinz Karneval“ erwähnt. Auf einem Photo von 1905 ist Prinz Karneval Ernst Mohr mit neun Gardistinnen als Leibhusarenregiment unter Kommandeur Alfred Berger zu sehen. Mindestens seit diesen Jahren gibt es bei uns Prinz und Prinzessin, nicht zuletzt auf Grund des wichtigsten Tages der Hennenschlitter-fasnet, dem Schmotzigen Dunnschtig, mit der traditionellen Prinzenhochzeit und dem anschließenden Umtrunk im Winzerkär.

Im Jahre 1953 erwähnte der Chronist zum ersten Mal eine Prinzengarde, initiiert von der Seehofwirtin Berta Rebstein und ihrer Schwester Maria Zinsmeier, genannt „Tante Mi“! Lore Handloser (geb. Rebstein) übernahm als Gardemädchen der ersten Stunde die mühevolle Aufgabe, alle Gardekostüme anzufertigen. Nach dem ersten Jahr waren auf Grund der schlechten Wetterlage die meisten Gardekostüme nicht mehr zu gebrauchen und mussten neu genäht werden. Im Jahre 1962 wurde dann die ganz in Rot gehaltene Gardeuniform angeschafft. Da einigen Mitgliedern die Röcke zu kurz waren, wurden dann später an den Saum die weißen Fellstreifen angenäht. Diese Uniform tat ihren Dienst bis 1993.

Dann wurde auch im Hinblick auf die 900-Jahr-Feier der Gemeinde Immenstaad beschlossen, ein neues Gardekostüm zu schaffen, welches angepasst an das Kostüm des Prinzenpaares, in einer Arbeitsgruppe entwickelt wurde. Aus mehreren Entwürfen von Ingrid Rundel wurde dann das heutige Gardekostüm ausgewählt. Es wurde bei der Kostüm- und Uniformfabrik Negele in Tübingen gefertigt und zum ersten Male im Jahre 1994 beim Zunftmeisterempfang anlässlich des Jubiläumsumzugs vorgestellt.

So marschieren und tanzen in der Regel die 13 Gardemädchen, die nun auch optisch mit dem Prinzenpaar verbunden sind, weiterhin zu dessen Ehre und zur Freude des gesamten närrischen Publikums. Voran marschiert die Gardemajorin, welche auch die Standarte trägt. Unterstützt wird die Prinzengarde seit vielen Jahren von ein oder zwei Betreuerinnen, die sich um die Organisation von Veranstaltungen und die Einstudierung der Tänze kümmern. Zur Zeit ist dies Sabine Wiggenhauser. Eine sicherlich angenehme, aber auch anstrengende Aufgabe hat jeweils einer der Elferräte, der als Bindeglied zwischen Prinzengarde und Elferrat fungiert, zur Zeit ist dies Rüdiger Dube.

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