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hennenschlitter

Erst bei der Wiedergründung im Jahre 1950 gaben die Mitglieder ihrer Narrengesellschaft den Namen „Hennenschlitter“, obwohl von der Tradition und der Geschichte her dieser Name schon jahrhundertelang bekannt war.

Nur zwei Mal erscheint uns der „Hennenschlitter“ vor 1950 in optischer Sicht: Einmal ist er auf der alten Narrenfahne von 1924 auf seinem Weg Richtung Bermatingen verewigt und ebenso zu sehen ist er auf einem Foto von 1932 in einer Fasnetsgruppe. Auf diesem Bild ist der „Hennenschlitter“ mit seinem Schlitten und echten Hennen auf seinem Weg von „Immenstaad nach Münsterlingen zur Zehntabgabe im Jahre 1880“ zu sehen. Dies sind bis jetzt die einzigen frühen Nachweise eines „Hennenschlitters“. Der Schlitten wurde damals von Wagnermeister Franz Müller angefertigt.

Namentlich erwähnt wird der „Hennenschlitter“ dann im Jahre 1950 beim Fasnetsspiel . Als „vornehme Bauern“ oder „Hennenschlitter“ erschienen bei den darauffolgenden Fasnetsspielen Thekla Rebstein, Walter Rauber, Franz Stauber und Frau Landholt mit einem Schlitten auf Rädern. Im Jahr 1953 kam ein kunstvoll verarbeiteter Hennenschlitten dazu.

In der Chronik ist unter dem Titel „Stiftung Hennenschlitten“ folgendes darüber zu lesen: „Um die Wende des Jahres 1953 gab die Narrengesellschaft Wagnermeister Franz Müller den Auftrag, einen Schlitten zu bauen, der in seiner Form denen aus früheren Zeit entspräche und zum Mitziehen als „Hennenschlitten“ geeignet sei. Nach gutem Studium der Materie und mancher zusätzlichen Arbeitsstunde konnte Franz Müller den Narren einen Schlitten präsentieren, der nicht nur ihre ungeteilte Zustimmung fand, sondern auch ihre Bewunderung erregte. Wagnermeister Franz Müller und Malermeister Eugen Musch, der sich für die Lackierung verantwortlich zeichnete, stifteten diesen „Hennenschlitten“ der „Narrengesellschaft Hennenschlitter“ im Ausdruck närrischer Verbundenheit mit der altüberkommenen Fasnetstradition...“

Im Jahr 1957 gaben sich die Narren offiziell den Vereinsnamen „Narrengesellschaft Hennenschlitter“. Zum Jubiläumsjahr 1959 komponierte und textete der damalige Musikdirektor des Musikvereins Max Leypoldt den „Hennenschlitter-Marsch“, der davon erzählt, wie „vor zwei Mal hundert Jahr… me den Zehnte in en große Schlitte neipackt hot“.

Jahrzehntelang war und ist auch heute noch der „Hennenschlitter“ bei den Fasnetsspielen der Hennensuppe in Immenstaad, wie bei den auswärtigen Narrenumzügen dabei wie z.B. Willi Fleck, Guido Dörfler, Werner Troll, Hubert Mayer, Alois Kloiber, Willi Burth.

Seit 1992 zieht unser Hennenschlitter Max Rauber den Hennenschlitten mit echten Hennen und einem Gikkeler vom Hermann und Trudel Langensteins Gehege bei fast allen närrischen Ereignissen während der Fasnetszeit.

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